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3. Präventionskongress

18. + 19. Mai 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Welt der Arbeitsmedizin und des Arbeitsschutzes ist im Wandel. Sowohl die demografische Entwicklung in unserer Gesellschaft mit immer mehr älteren Erwerbstätigen als auch die zunehmende Globalisierung unserer Lebenswirklichkeiten und die damit einhergehende technologischen Veränderungen zwingen uns zum Nachdenken darüber, wie wir heute und in der Zukunft die betriebliche Prävention und Gesundheitsförderung gestalten wollen.


Die Lebens- und Arbeitswelt in den Betrieben und den Unternehmen sowie bei den öffentlichen Arbeitgebern stellt in unserer Gesellschaft das größte Präventionssetting sowohl für Maßnahmen im Rahmen der Verhaltens- als auch der Verhältnisprävention dar. Dessen sollten wir uns immer bewusst sein. Schon heute sind Arbeitsmediziner und Betriebsärzte im Rahmen der gesetzlich verankerten arbeitsmedizinischen Vorsorge sowie des betrieblichen Gesundheitsmanagements in der Lage, über 43 Millionen arbeitende Menschen anzusprechen und für präventiv-medizinische Maßnahmen zu sensibilisieren oder gar zu gewinnen. Allein schon vor diesem Hintergrund fällt den fast 12.500 Ärztinnen und Ärzten mit arbeitsmedizinischer oder betriebsärztlicher Fachkunde die Aufgabe zu, ihre Rolle als Lotsen und neutrale Berater zwischen präventiver Gesundheitsförderung, ambulanter Versorgung, arbeitsmedizinischer Vorsorge und berufsfördernder Rehabilitation einzunehmen. Mit dem neuen Präventionsgesetz sind die Herausforderungen sicherlich nicht einfacher geworden, aber damit ist es gelungen, aktiv ein relevantes Politikfeld zu besetzen, das für die Arbeitsmedizin bislang nicht so sehr im Fokus lag.

Mit dem vor Ihnen liegenden Kongressprogramm haben wir uns vorgenommen, auf die vielfältigen Veränderungen zu reagieren und wollen Ihnen deshalb Veranstaltungen anbieten, damit Sie dort ihre Erfahrungen und Ideen einbringen und diskutieren können. Besuchen Sie deshalb die Veranstaltungen zu "Arbeit in der digitalen Welt": Umsetzung im Betrieb aus technischer und medizinischer Sicht" oder "Gesundheit in einer sich verändernden Gesellschaft".

Ein besonderer Schwerpunkt stellt im Programm ebenfalls das Thema „eHealth und Telemedizin“ dar. Dem technologischen Fortschritt auch in unseren Fachgebieten müssen wir uns stellen. Wir sollten dies ganz angstfrei tun und die damit verbundenen vielfältigen Chancen sehen und nutzen. Dies gilt ebenfalls für die Umsetzung des Präventionsgesetzes. Auch hier sind vielleicht viel mehr Chancen gegeben als wir uns zunächst vorstellen können. Veränderungen beginnen ja nur zu oft im Kopf - im eigenen Bewusstsein!

Ergänzt wird das Programm mit Angeboten zu den Themen „Unternehmenskultur und Führung“, zur "Psychischen Gesundheit", dem „Betrieblichen Gesundheitsmanagement“ oder zur Vorstellung von Best Practice Beispielen aus Unternehmen und Betrieben. Ein dichtes und abwechslungsreiches Programmangebot also, das so konzipiert ist, dass es selbstverständlich offen ist für alle Akteure und Berufsgruppen in deren Tätigkeitfeld Themen der betrieblichen Prävention und Gesundheitsförderung eine Rolle spielen. Gerade diese Zielgruppe wollen wir ebenfalls mit dem vorliegenden Kongressprogramm ansprechen.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme, viele interessante Veranstaltungen und noch mehr spannende Diskussionen!

Mit herzlichen Grüßen und besten Empfehlungen
sind wir Ihre

Prof. Dr. med. Hans Drexler
Dr. med. Hanns Wildgans


Grußwort Hermann Gröhe, Bundesminister
für Gesundheit

Prof. Dr. med. Hans Drexler

Grußwort der wissenschaftlichen Leitung

Für immer mehr Menschen geht der Wunsch in Erfüllung, ein hohes Alter zu erreichen. Und viele können sich dabei auch lange Zeit einer guten Gesundheit erfreuen. Das ist ein eindrucksvolles Zeichen für die guten Lebensbedingungen in unserem Land und beweist zugleich die hohe Qualität unseres Gesundheitswesens.

Der Erhalt der Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liegt auch vielen Unternehmen am Herzen. Sie haben erkannt, dass die Investition in ein betriebliches Gesundheitsmanagement auch eine Investition in die Arbeitsbereitschaft ihrer Belegschaft und eine Investition in die Festigung ihrer eigenen Wettbewerbsfähigkeit ist. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der älter werdenden Gesellschaft sind gesunde, motivierte und damit leistungsfähige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für jedes Unternehmen ein Gewinn.

Deshalb ist die Stärkung der betrieblichen Gesundheitsförderung ein Schwerpunkt des Präventionsgesetzes. Mit einem Bündel ganz unterschiedlicher Maßnahmen wollen wir unterstützen, dass sich die betriebliche Gesundheitsförderung insbesondere in kleinen und mittleren Betrieben noch stärker verbreitet. Die Initiativen der Krankenkassen richten sich verstärkt an diese Betriebe und bieten ihnen künftig in regionalen Koordinierungsstellen zuverlässige Beratung und Unterstützung an. Darüber hinaus wurde das finanzielle Engagement der Krankenkassen für die betriebliche Gesundheitsförderung deutlich ausgeweitet. Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung werden nun besser aufeinander abgestimmt und die Kompetenz der Betriebsärzte auch über den Arbeitsschutz hinaus genutzt.

Vermehrt nimmt auch die Digitalisierung Einfluss auf unser Arbeiten. Die damit einhergehende selbstbestimmte und flexible Form zu arbeiten, entspricht dem Wunsch vieler Erwerbstätiger und kann in der Folge zu einer höheren Arbeitsbereitschaft und Produktivität führen. Die jedoch oftmals schwierige Abgrenzung von Privat- und Arbeitszeit und eine ständige Erreichbarkeit können auch mit einem vermehrten Stresserleben und gesundheitlichen Beschwerden einhergehen. Die Unternehmen stehen vor der Herausforderung, auch diesen Wandel zu meistern und die Arbeitsbedingungen vor dem Hintergrund der technischen und arbeitsorganisatorischen Veränderungen menschengerecht zu gestalten. Auch hier kann die betriebliche Gesundheitsförderung insbesondere mit der Verzahnung von Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung sowie der Stärkung der psychischen Gesundheit Lösungsansätze bieten.

Das diesjährige Programm des 3. Präventionskongresses „Gesund leben und arbeiten“ greift diese und viele weitere Themen eines gesunden Arbeitens auf. Ich wünsche Ihnen anregende Tage, bei denen Sie sich etwas abseits vom beruflichen Alltag über aktuelle Entwicklungen informieren, sich neue Ideen holen und gemeinsam in den Austausch treten können.

Hermann Gröhe

Dr. med. Hanns Wildgans

Hermann Gröhe, Bundesminister (BMG/Jochen Zick)

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